Wieder mal kann ich die Menschheit nicht verstehen.
Es ist in meinen Augen löblich, seine Passion mit anderen zu teilen, und ich bewundere diejenigen unter euch, die aus Überzeugung und um der Sache willen sogar ihre Blogs oder Foren mit ihrer Passion füttern. Ich interpretiere als die Triebkraft dafür einfach mal die Tatsache, dass ihr mit Leib und Seele hinter dem Ganzen steht, euch reiflich damit auseinandersetzt oder das schon getan habt und diese Sache nun als eure Philosophie anseht. Oder als etwas, das eurem Naturell am ehesten entspricht, das euch mit all euren Höhen und Tiefen wiederspiegelt und mit dem ihr euch immer identifizieren könnt. Und viele von euch dienen mir und anderen gerade wegen dieser vollsten Überzeugung als Inspiration oder gar als Idol, von dem man sich auch gern ein paar Dinge für sich selbst aneignet.
Aber wenn ich, nach einer Phase des Ausprobierens, der Ziellosigkeit (die ich keinem abspreche!) zu dem Schluss komme, dass diese vormals als Passion titulierte Lebenseinstellung nicht mehr zu mir passt - dann gebietet für mich allein schon der Anstand, dann auch die Zügel solcher Internetprojekte abzugeben oder diese Projekte entsprechend anzupassen.
Und sich nicht mit "fremden Federn" zu schmücken, sich zwanghaft zu verkleiden und öffentlich vorzugeben, noch dieser Ideologie zu folgen.
Denn dieses Verkleiden, diese Scheinheiligkeit, das Einheimsen der Lorbeeren und die Heuchlerei - so etwas kotzt mich einfach nur an...
Ich darf hier eine liebe Freundin zitieren:
"Man merkt ganz einfach, dass sie [= diese Menschen] eine Phase hatten, in der sie's cool fanden, aber jetzt nicht mehr dazu gehören und es sie einfach nur noch nervt. Und dann sollten sie einfach die Courage haben und gehen..."

"Bete, dass deine Einsamkeit der Stachel werde, etwas zu finden, wofür du leben kannst – groß genug, um dafür zu sterben."
(Dag Hammarskjöld)
Jetzt zu anderen Themen.
Ich habe momentan ein echtes Motivationsproblem, was das Lernen für die Naturwissenschaftliche Vorprüfung, kurz NVP, angeht. Die Prüfungen sind in der letzten Septemberwoche, geprüft werden Biologie, Chemie und Physik, mündlich, in Vierergruppen, jeweils 15 Minuten lang pro Person.
Und habe ich angefangen? Nein. Ich habe mir meine Lernkarten durchgesehen bzw. ergänzt und das Biobuch durchgelesen. Wow.
Andererseits war das Semester echt hart, da habe ich mir die 4 faulen Wochen denke ich schon verdient.
Jetzt das Projekt:
Am Monatg -also morgen- gehts los, Chemie anorganisch und organisch zu wiederholen.
Pro Tag möchte ich mindestens 2 Stunden schaffen.
Nach und nach werde ich Biologie einfließen lassen. (auch wenn mir vor den ganzen Parasiten graust.)
Grund: Biologie und Chemie sind machbar, beides hat mich immer schon interessiert und Bio hatte ich im Abitur als schriftliches Grundkursfach, da sehe ich keine Schwierigkeiten.
Angst habe ich nur vor Physik. Hier muss ich eine 4 schaffen - laut unseren Tutoren sei das machbar, solange man den Fragenkatalog des Professors abarbeitet.
Ich darf nur eine 4 haben, sobald ich zwei habe, muss ich alle drei Prüfungen wiederholen.
Und irgendwie geht dieses mulmige Gefühl nicht weg, ganz zu schweigen vom schlechten Gewissen.
Hoffentlich klappt das mit Physik.
AntwortenLöschenHier ein Motivationsversuch meinerseits :-) :
Man muss in Physik eigentlich ganz wenig lernen und man kann alles schön in Formeln zusammenfassen.
z.B.: Ohmsches Gesetz U = R*I
Da muss man sich viel weniger merken als in Biologie oder Chemie. Das schaffst Du doch, mensch :-)!